Jonglieren lernen in BerlinJonglierworkshop mit Johannes Arnold aus Berlin

Jonglieren lernen mit drei Bällen - Eine praktische Selbstanleitung

Bevor Du mit dem Üben beginnst, hast Du vielleicht ein paar Fragen. Hier möchte ich versuchen, Dir die wichtigsten zu beantworten. Wenn Du sofort mit der Praxis starten möchtest, gehe direkt zu Schritt 1!

Welche Gründe gibt es, Jonglieren zu lernen?
Jonglieren an sich ist schon der beste Grund – denn diese Tätigkeit macht einfach Spaß! Außerdem gibt es natürlich zahlreiche "vernünftige" Gründe. Wenn Du regelmäßig jonglierst, verbessert sich dabei rasch Dein Reaktionsvermögen, und wenn Du verspannt bist oder an Rückenschmerzen leidest, kann Dir das Jonglieren Linderung verschaffen. Jonglieren mit Bällen ist der ideale Ausgleich zu einem anstrengenden Büroalltag, bei dem Du viel Sitzen musst, und Du kannst dieser Tätigkeit jederzeit und überall nachgehen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die nützlichen Nebenaspekte des Jonglierens. Jonglieren fördert Deine feinmotorischen Fähigkeiten, trägt zur Verknüpfung Deiner Gehirnhälften bei und vergrößert Dein Blickfeld. Bald wirst Du mehr und mehr dazu in der Lage sein, auch am Rande Deines Sehbereichs die unmittelbare Umgebung wahrzunehmen.

Wie hoch ist beim Jonglieren das Unfallrisiko?
Verglichen mit den allermeisten anderen Sportarten ist Jonglieren ein absolut ungefährlicher Sport. Du bist vor allem mit Dir und Deinen Bällen beschäftigt. Du befindest Dich nicht, wie etwa beim Fußball oder Mannschaftssportarten, im Wettstreit mit einem Gegner. In seltenen Fällen haben Jongleure von Sehnenscheidenentzündungen berichtet, die durch unablässiges üben ausgelöst worden sind. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich vor dem üben etwas dehnen und warm machen.

Sport ist nicht meine Stärke - kann ich Jonglieren wirklich lernen?
Jonglieren ist von allen Menschen, die Zeit mitbringen und Lust auf Bewegung haben, ganz einfach erlernbar. Bald wirst Du selber über Deine eigenen Fortschritte begeistert sein. Beim Jonglieren sollte es übrigens nicht Dein oberstes Ziel sein, möglichst viele Gegenstände in der Luft halten zu können. Wenn die Bewegungen flüssig ineinander greifen und Du einige kleine Variationen werfen kannst, sieht das in der Regel viel eleganter aus – und je weniger Requisiten Du jonglierst, umso mehr Variationen sind möglich.

Welche Bälle kann ich zum Jonglieren benutzen?
Es gibt ganz unterschiedliche Balltypen, die Du über den Jonglierfachhandel beziehen kannst. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Im Wesentlichen können drei Balltypen unterschieden werden: Plastik- und Kunststoffbälle (oft als Stageballs bezeichnet), Hartgummibälle und Silikonbälle (die werden zum Dotzen auf dem Fußboden verwendet), sowie mit Reis gefüllte Lederbälle oder auch Beanbags (die sind besonders gut zum üben in Innenräumen geeignet). Wenn Du noch keine Jongliererfahrung hast und gerade mit dem Jonglieren beginnst, würde ich Dir zu Beanbags raten. Diese sind nicht so teuer und haben den Vorteil, dass sie beim Runterfallen nicht so weit wegrollen.

Sollte ich mit Bällen, Keulen oder Tüchern beginnen?
Für die ersten Schritte ist definitiv das Jonglieren mit Bällen zu empfehlen, später kannst Du dann auf andere Requisiten umsteigen. Bälle sind rund und lassen sich bequem in jedem Drehmoment auffangen – bei der Jonglage mit Keulen gibt es dagegen nur eine einzige mögliche Fangposition (Ausnahmen bestätigen die Regel). Einige befreundete Jongleure haben gute Erfahrungen damit gemacht, für die ersten Schritte Jongliertücher zu verwenden, da diese wesentlich langsamer durch die Luft fliegen. Meine Anleitung bezieht sich jedoch auf das Jonglieren mit Bällen.

Sollte ich mir zum Jonglieren eine Übungsgruppe suchen?
Das kann kein Fehler sein, ist jedoch keinesfalls Voraussetzung für den Lernerfolg. Wenn Du Gesellschaft haben möchtest, bieten sich jedoch diverse Möglichkeiten. So werden immer wieder Jonglierkurse in Volkshochschulen oder Sportvereinen angeboten, wo Du kompetente Ansprechpartner finden wirst. Wenn es Dir darum geht, einfach einen Einstieg in die Jonglage mit Bällen zu finden, kannst Du die ersten Schritte bequem alleine gehen.

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Hier erfährst Du, wie Du in acht Schritten das Jonglieren mit 3 Bällen erlernst! Das wird Dir nicht gleich am ersten Tag gelingen, also verliere nicht so schnell die Geduld. Schnapp Dir Deine Bälle, und los geht’s!

Schritt 1
Mache Dich erstmal locker und ziehe Dir bequeme Kleidung an. Achte darauf, dass Du genügend Bewegungsfreiraum nach allen Seiten hast. Stelle Dich mit beiden Füßen auf den Boden und platziere sie in einem Abstand von ca. 20 Zentimetern. Die Kniekehlen sind dabei minimal gebeugt. Deine Arme und Schultern sind möglichst entspannt. Mache Dir auch die entspannte Haltung Deiner Schultern bewusst. Achte darauf, dass sich im Schulter- und Nackengürtel keine Verspannungen bilden.

Schritt 2
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Bälle in Deinen Händen anfühlen, mache einfache Wurfbewegungen von der linken in die rechte Hand und wieder zurück. Wiederhole dies einige Male. Wirf die Bälle dabei nicht zu hoch. Versuche, Höhe und das Tempo Deiner Würfe nicht zu variieren, sondern bemühe Dich, einen möglichst gleich bleibenden Rhythmus beizubehalten.

Schritt 3
Nimm nun einen zweiten Ball in Deine andere Hand und mache Dich bereit für Dein erstes Jongliermuster: Halte in jeder Hand einen Ball. Wirf dann aus Deiner rechten Hand einen Ball bogenförmig in Deine Linke und übergib in dieser Zeit den Ball aus der linken Hand in die Rechte. Voilá! Wiederhole diesen Vorgang in steter Regelmäßigkeit – die Kreisbewegung, die entsteht, wird in der Jonglierwelt "Shower" genannt. Um ganz genau zu sein, jonglierst Du einen "Zweiballshower", denn Du führst den Shower mit zwei Bällen aus. Wenn Du Linkshänder bist, beginne mit den Würfen aus der linken Hand, das ist einfacher. Mache Dir nichts daraus, wenn Bälle herunterfallen - das gehört zum Lernen dazu und ist kein Zeichen von mangelndem Talent, sondern von fortschreitender Verbesserung.

Schritt 4
Das Grundmuster beim Jonglieren wird auch "Kaskade" genannt - und damit geht es jetzt weiter! Lege einen der beiden Bälle beiseite und beginne mit einem einzigen Ball eine liegende "Acht" zu werfen, wobei diese zwischen Deinen Händen hin und her wandert. Das Muster darf dabei nicht zu Ende sein, wenn der Ball links oder rechts in die Hand hinein fällt. Die auffangende Hand passt sich vielmehr der Fluggeschwindigkeit des ankommenden Balls an und trägt diesen sanft und in einem u-förmigen Bogen in die andere Richtung weiter, wo der Ball erneut los geworfen wird. Vor Deinem Brustkorb sollte sich die Flugbahn einer liegende Acht bilden. Je besser Du diese Acht erkennen kannst, umso genauer führst Du das Muster aus.

Schritt 5
Nimm nun einen zweiten Ball dazu. Wird nun dasselbe Muster mit zwei Bällen, wobei sich die Flugbahnen der beiden Bälle versetzen. Beginne mit je einem Ball in jeder Hand. Wirf nun zuerst den Ball aus der linken Hand in Deine rechte Hand. Sobald sich dieser Ball in der Luft befindet, wirf den Ball aus der linken Hand in die rehte Hand. Die Bälle werden nun in derselben Reihenfolge von der je anderen Hand gefangen. Wiederhole das Muster immer wieder von vorne, so dass sich eine fließende Bewegung einstellt. Beide Bälle sind in steter Bewegung. Vor dem Körper entsteht eine liegende Acht, in der zwei Bälle rotieren.

Schritt 6
Nun wirfst Du schon fast eine klassische Jonglierkaskade mit drei Bällen, nur dass diese noch nicht aus drei Jonglierbällen besteht. Wenn Du das Muster aufmerksam betrachtest, merkst Du vermutlich ganz automatisch, wo der dritte Ball unterkommen müsste – nämlich genau in jener "Lücke" zwischen dem ersten und dem zweiten Ball. Mache Dir diese Lücke einen Augenblick bewusst. Halte inne und lasse vor Deinem inneren Auge das Bild der Kaskade mit 3 Jonglierbällen entstehen. Stelle Dir vor, wie Du einen der Bälle in die Höhe wirfst. Dort erreicht der Ball seine höchste Flugbahn und macht sich wieder auf den Weg nach unten. Was musst Du tun, wenn Du ihn auffangen willst? Genau! Vorher Deine Hand leeren und den darin befindlichen Ball ebenfalls in die Luft werfen, nur diesmal auf die andere Seite, denn auf diese Weise schaffst Du darin Platz. Du tauschst die beiden in der Luft befindlichen Bälle miteinander aus. Nachdem dies geschehen ist, machst Du dasselbe mit der anderen Seite - und immer so weiter. Klar?!? Gar nicht so schwierig!

Schritt 7
Versuche nun, diese beiden Bilder in Deinem Bewusstsein übereinander zu legen – das Muster der liegenden Acht, dass Du eben mit zwei Bällen geübt hast, und das Prinzip aus Schritt 6. Versuche dieses Bild in Aktion umzusetzen und nacheinander die Bälle aus der rechten und der linken Hand abwechselnd zu werfen. Wenn Dir das Muster zunächst nicht gelingen möchte, gib nicht sofort auf. Du bist an einem Punkt angelangt, wo Du Geduld haben und hartnäckig üben musst, also lass Dich nicht von den ersten Schwierigkeiten entmutigen. Halte durch, denn dann wird es Dir in Zukunft besser und besser gelingen. Wiederhole die liegende Acht vor Deinem Körper unentwegt und bleibe dabei immer schön locker.

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An dieser Stelle könnten wieder einige Fragen auftauchen. Ich werde versuchen die an dieser Stelle am häufigsten gestellten Fragen im Folgenden zu beantworten.

Was mache ich, wenn das Muster nicht rund läuft?
Wenn Du gelassen weiter übst, wird sich Dein Problem nach und nach erübrigen. Mache Dir noch einmal klar, dass jeder Ball in einer völlig runden Acht geworfen wird und sich nur so ein optimaler Fluss entwickeln kann. Visualisiere dieses Muster immer wieder, tagsüber beim üben, aber auch vor dem Einschlafen oder im Alltag, wenn Du nichts anderes Wichtiges zu tun hast. Nach und nach werden die einzelnen Bewegungsabläufe völlig in Dein Unterbewusstsein einsickern. Dein motorisches Gedächtnis wird durch die regelmäßige übung auf eine Art und Weise aktiviert, dass Du in Zukunft immer weniger darüber nachdenken musst. Und dann geht es eines Tages wie von selbst – wie beim Schwimmen oder Fahrradfahren.

Was mache ich, wenn ich beim Werfen ständig nach vorne laufe?
Das ist ein typisches Anfängerproblem. Mache Dir bewusst, dass die Jonglierbälle bei einer optimalen Flughöhe und Flugbahn von ganz alleine dorthin zurückfallen, wo Du stehst und dass es keinen Grund gibt, einzelnen Bällen hinterherzulaufen. Lasse Bälle lieber zu Boden fallen und konzentriere dich darauf, sie das nächste Mal gezielter und präziser dorthin zu werfen, wo Du sie auffangen möchtest.

Was mache ich, wenn das Muster nach oben wandert?
Wirf die Bälle etwas früher los und versuche, einzelne Würfe präziser auszuführen. Wenn Du im richtigen Rhythmus bleibst, sparst Du jede Menge Zeit und musst nicht extra hoch werfen, um Zeit nachzuholen. Versuche, das Jongliermuster nach und nach niedriger werden zu lassen. Für den Anfang ist es völlig in Ordnung, ein hohes Jongliermuster zu werfen. Je länger Du übst, umso niedriger wird es werden.

Wie kann ich einzelne Bälle besser auffangen?
Um einen Ball oder Gegenstand aufzufangen, brauchst Du vor allem einen wichtigen Anhaltspunkt, nämlich den höchsten Punkt der Flugbahn. Mit der Zeit wird es Dir immer besser gelingen, den Ball automatisch in Deine geöffnete Hand fallen zu lassen. Probiere es aus und nimm einen einzigen Ball in die Hand. Führe nun einen Wurf in etwa 2 Meter Höhe aus, ohne dabei auf Deine Hände zu sehen. Schau nur auf den obersten Punkt der Flugbahn und fange den Ball blind wieder auf! Gar nicht so schwer, oder? Wiederhole die übung jeden Tag zwei Minuten, und Du wirst schon bald deutlich besser fangen können.

Ich kann Bälle nicht los werfen. Was mache ich falsch?
Ebenfalls ein typisches Anfängerproblem. Du traust Dich ganz einfach nicht - weil Du Sorge hast, den Ball nicht wieder aufzufangen. Hier hilft es sich klarzumachen, dass das Werfen vor dem Fangen kommt. Ohne Werfen kein Fangen - klar? Die richtige Flugbahn eines Balls ist zudem auch für das geglückte Fangen eines Balls ausschlaggebend. Versuche daher, den Ball möglichst gezielt zu werfen und ihn anfangs sogar überhaupt nicht aufzufangen, damit Du Dich mehr auf das Werfen konzentrieren kannst. Lass die Bälle ruhig auf den Boden fallen und finde zunächst den richtigen Loswerf-Rhythmus heraus!

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Du beherrschst das Jonglieren mit Bällen in seiner Grundform und suchst nach leichten Variationen? Das 3-Ball-Jongliermuster kann auf viele verschiedenen Arten kombiniert werden.

So jonglierst Du drei Bälle unter Deinem Bein!
Ein Jongliermuster, das viel einfacher ist, als es aussieht. Beginne mit Deiner stärkeren Seite – entscheide Dich als Rechtshänder für Dein rechtes Bein und als Linkshänder für Dein linkes Bein. Angenommen, Du bist Rechtshänder. Jongliere nun zunächst 3 Bälle vor Deiner Brust und wirf, bevor Du einen einzelnen Ball unter Deinem rechten Bein hindurch wirfst, einen etwas höheren Ball aus der linken Hand. So sparst Du etwas Zeit und gewinnst kostbare Zehntelsekunden, die es Dir ermöglichen, in Ruhe den Wurf unter dem rechten Bein auszuführen. Je höher Du das Bein hebst, umso einfacher ist es. Wiederhole den Trick nach erfolgreichem Gelingen von Neuem. Versuche, einen einzigen Ball immer abwechselnd links und rechts unter dem Bein hindurch zu werfen. Das sieht toll aus und ist lange nicht so schwer, wie Du glaubst! Eine andere schöne Variante ist es, eines Deiner Beine gar nicht mehr auf der Erde abzusetzen und zum Beispiel alle Bälle aus der rechten Hand unter dem linken Bein hindurch zu werfen. Dabei trägt Dein rechtes Bein das ganze Gewicht. Diese übung wird also auch Deinen Gleichgewichtssinn auf die Probe stellen.

So jonglierst Du drei Bälle seitlich unter dem Arm!
Dieser Jongliertrick ist die beste Therapie gegen Rückenschmerzen! Probiere es in einem ersten Schritt ohne Bälle. Begib Dich erstmal nur in die Haltung: Beuge dich weit nach hinten, so dass in Deinem Rücken ein leichtes Hohlkreuz entsteht. Bewege Deinen linken Arm hinter dem Rücken auf die rechte Seite und positoniere Deine linke Hand neben Deiner rechten. Du siehst: Mit der linken Hand hast Du kaum Handlungsspielraum. Und um das auszugleichen, müssen alle Würfe aus Deiner rechten Hand ganz genau sein! Du beginnst auch hier in der Dreiballkaskade und wiederholst in dieser neuen Position alle einzelnen übungsschritte der Schritte 1-7, bis Du das Muster beherrschst. Wenn Du willst, kannst Du einen Ball ausgliedern und als einzigen vor dem Oberkörper kreuzen lassen, während Du dabei die Arme immer wieder von links nach rechts hinter Deinem Rücken hin und her bewegst.

So jonglierst Du drei Bälle mit überkreuzten Armen!
Du behältst auch hier das Muster der Dreiballkaskade bei, nur dass Du Deine Arme verschränkst, zum Beispiel den rechten Arm über dem linken. Alle Würfe werden genau spiegelverkehrt ausgeführt. In dieser Position musst Du Dich also daran gewöhnen, die Bälle genau in die andere Richtung zu werfen, was anfangs etwas schwierig ist – aber im Grunde nur ein mentales Umschalten erfordert. Ein Muster, das sehr virtuos aussieht und einfacher ist, als Du denkst. Probiere es aus!

So jonglierst Du drei Bälle hinter Deinem Rücken!
Dieser Jongliertrick ist ein absoluter Hammer für das Publikum und in der Fachwelt als "Backcross" bekannt. Jeder Ball kreuzt den Körper hinter Deinem Rücken, und zwar so, dass jeder Ball aus der rechten Hand in der linken Hand landet und genauso umgekehrt. Auch hier empfiehlt es sich, die Bewegungsabläufe in Einzelschritte zu zerlegen und zunächst mit einem einzigen Ball zu beginnen. Wichtig ist es, jedem Wurf eine möglichst genaue Flugbahn mitzugeben, damit Du Deinen Platz nicht verlassen musst, sondern Dich auf Deine viel wichtigere (und auch schwierigere) Aufgabe des Werfens und Fangens konzentrieren kannst.

So jonglierst Du drei Bälle mit umgedrehtem Handteller!
Das ist ein optisch umwerfender Jongliertrick. Er hat es jedoch in sich und will geübt sein! Du fängst mit dem gewöhnlichen Dreiballmuster an und jonglierst zunächst drei Bälle in der Kaskade – und auf einmal drehst Du eine Deiner Hände um und beförderst von hier die Bälle mit Deinem Handteller auf die andere Seite. Um dieses schöne Kunststück zu lernen, empfiehlt es sich, zunächst einen Schritt zurückzugehen und mit einem einzigen Ball das Fangen und Werfen in dieser neuen Position zu üben. Du wirst bemerken, dass bei ausgestreckter Handfläche genau an jener Stelle, wo die Finger in die Hand übergehen, eine kleine Kuhle existiert, die geradezu dafür prädestiniert ist, einen Ball zu balancieren. Lege hier einen Deiner Jonglierbälle hinein und mache mit Deinem Handrücken einfache Bewegungen, um Dich an diese besondere Position zu gewöhnen! Gelingt Dir dies schon ganz gut, kehre zum Dreiballmuster zurück und versuche, aus der Bewegung heraus einen Ball aus dieser Position heraus weiterzugeben. Sobald Du das Kunststück mit Deiner rechten wie Deiner linken Hand beherrschst, kannst Du selber nach Variationen suchen. Sehr schön sieht es zum Beispiel aus, in einem Dreiballmuster jeweils nur einen Ball mit beiden Handrücken zu werfen.

So jonglierst Du drei Bälle von oben!
Dieser Trick ist ebenfalls ein Klassiker, und Du kannst den Trick für zahlreiche weiterführende Variationen mit vier und fünf Bällen gut gebrauchen. Basis des Musters ist auch hier die Kaskade mit drei Bällen. Der besondere Unterschied liegt hier nicht in der Wurftechnik, sondern in der Fangtechnik: Du "krallst" Dir den Ball von oben mit Deiner linken oder rechten Hand, ohne dass sich die Flugbahn des Balles selbst ändert. Hast Du dies gemacht, drehst Du die Hand mit dem darin befindlichen Ball einfach wieder in Normalposition und wirfst ihn auf die andere Seite weiter. Dort wird der Ball erneut "gekrallt". Diese Technik kannst Du ebenso mit allen drei Bällen gleichzeitig ausführen. Ein optisch wunderbares Jonglierkunststück. Beidhändig ausgeführt wird es Deine Jonglage enorm beschleunigen – denn das Zurückdrehen eines Balles braucht eben Zeit! Diese zwei oder drei Zehntelsekunden hast Du nun weniger für das Jongliermuster zur Verfügung. Ganz automatisch wirst Du bemerken, dass Du diese Zeitspanne ausgleichen kannst, wenn Du alle Bälle etwas höher wirfst – aber das sieht nicht unbedingt besser aus, sondern ist nur etwas einfacher.

So kannst Du beim Jonglieren mit drei Bällen eine Pirouette drehen!
Keine Sorge, auch das ist weniger schwer, als Du vielleicht denkst. Denn Du hast ja die Möglichkeit, den Ball so hoch zu werfen wie Du willst und Dir auf diese Weise Zeit für eine Drehung um Dich selbst zu verschaffen. Ausgangshaltung ist auch hier die Kaskade mit drei Bällen. Werfe einen Ball schnell und gerade hoch und drehe Dich dabei um Dich selbst. Die Kunst besteht darin, nach einem hohen Wurf möglichst wieder genau am Ausgangspunkt anzukommen. Wenn Dir dies gelingt, kannst Du den Ball direkt auffangen und weiterjonglieren.

So kannst Du drei Bälle über Deinen Kopf rollen lassen!
Auch dieses Kunststück ist unter Jongleuren ein Klassiker und taucht in fast allen Jongliernummern auf – denn es ist eine äußerst kreative und außerdem auch optisch ansprechende Art, einen Jonglierball von einer Hand in die andere zu befördern. Grundlage ist die Kaskade mit drei Bällen. Anstatt den Ball in die andere Hand zu werfen, nimmst Du jedoch den Umweg über den Kopf. Lege den Ball auf die jeweilige Schläfe der anderen Körperhälfte und lasse ihn von dort nach unten ins Muster rollen, wo er wie von selbst in Deiner Hand landet. Auch hier wirst Du ganz automatisch den vorhergehenden Ball etwas höher platzieren, denn so gewinnst Du etwas Zeit für die Bewegung zu Deinem Kopf. Sobald Du das Kunststück mit einem Ball beherrschst, beginne, mit unterschiedlichen Bewegungsabfolgen zu experimentieren. Wie sieht es aus, wenn Du die Bälle immer nur über die rechte Kopfseite nach unten fallen lässt? Wie von der anderen Seite? Und wie im Wechsel? Experimentiere mit den verschiedenen Möglichkeiten und entdecke eine Abfolge, die für Dein eigenes Muster ideal ist und in Deinen Augen am schönsten aussieht!

So kannst Du beim Jonglieren mit drei Bällen eine Pause einlegen!
Ja, auch beim Jonglieren darf es mal eine Pause geben. Vor allem, wenn Du lange geübt hast... Und das Beste ist, Du kannst eine Pause machen, ohne dabei mit dem Jonglieren aufzuhören. Pausen sind in Jonglierdarbietungen willkommene Abwechslungen und tragen dazu bei, eine Vorführung zu strukturieren. Klassische Stellen für Pausen sind das Auffangen im Nacken, auf dem ausgestreckten Arm, dem gespreiztem Zeige- und Mittelfinger, in der Beuge Deines Ellenbogens... Und sicherlich gibt es auch noch einige weitere Stellen, die Du entdecken wirst, wenn Du Dich erst einmal auf die Suche begibst. Versuche, den Ball dabei immer direkt auf das entsprechende Körperteil zu werfen. Dort fängst Du ihn auf und balancierst ihn.

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Du bist in den Olymp der Dreiballjongleure aufgestiegen und hast mit drei Bällen allerhand Tricks drauf. Wie funktionieren jedoch Jongliermuster, die das gewohnte Muster der Kaskade verlassen? Die Antwort findest Du hier.

So jonglierst Du die Überhandkaskade mit drei Bällen!
Dieser Trick ist eine Variante des grundlegenden Jongliermusters der Kaskade, bei dem alle Bälle in Form einer liegenden Acht die Hände kreuzen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass jeder geworfene Ball über den jeweils ankommenden Ball hinweg geworfen wird. Wenn Du dies auf beiden Seiten gleichmäßig ausführst, erhältst Du ein Muster, das vom Rhythmus her der gewöhnlichen Kaskade vollkommen gleicht. In gewisser Weise könnte man sagen, dass Du nun die liegende Acht richtungsverkehrt jonglierst. Die überhandkaskade ist ein absolutes Muss für jeden Jongleur, da sie eine wichtige Grundlage für viele weitere komplizierte Variationen ist.

So jonglierst Du einen Shower mit drei Bällen!
Dieser Jongliertrick knüpft nahtlos an die erste übung an, die Du beim Jonglieren mit drei Bällen in Schritt 2 gemacht hast. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Du auch noch einen dritten Ball in Deine Jonglage einbaust und das Ganze etwas schneller machst – logisch, denn es muss ja auch ein ganzer Ball mehr Platz haben! Dein Muster müsste jetzt, wenn Du Rechtshänder bist, ungefähr so aussehen: Du hast zu Anfang zwei Bälle in Deiner rechten Hand und einen Ball in Deiner linken Hand. Nun wirfst Du die beiden Bälle aus deiner linken Hand einzeln und nacheinander in einem kreisförmigen Bogen nach oben in Deine linke Hand und übergibst den Ball, den Du eben noch in Deiner linken Hand gehalten hast, schnell in Deine Rechte. Dies wiederholst Du immer wieder... Bravo! Schon jonglierst Du einen klassischen Shower mit drei Bällen. Nach demselben Prinzip kannst Du auch mit vier und fünf Bällen verfahren, wenn Du Lust hast – und die nötige übungszeit einplanst.

So jonglierst Du einen Halbshower mit drei Bällen!
Der Halbshower funktioniert ähnlich wie der normale Shower - nur dass der jeweils ankommende Ball nicht übergeben, sondern ebenfalls geworfen wird. Das hat einen deutlich entschleunigenden Effekt auf Dein Jongliermuster, weil Du auf einmal wieder mehr Zeit zur Verfügung hast. Stelle Dir das Muster so vor: Zunächst ein Wurf aus der rechten Hand in Deine linke Hand, in einem großen Bogen von rechts nach links, darauf folgt der umgekehrte Wurf in etwas kleinerem Bogen von links nach rechts. Und bevor dieser letzte Ball ankommt, wirfst Du erneut einen Ball aus der rechten Hand nach links. Shower und Halbshower lassen sich schön miteinander kombinieren. Der schnellere Rhythmus des Shower-Musters kann auf Deine Zuschauer als dramatische Steigerung wirken.

So jonglierst Du eine "Wippe" mit drei Bällen!
Dieses Jongliermuster ist die konsequente Fortführung eines Showers, wenn Du diesen in beiden Richtungen ausführen kannst. Das einzige, was Du machen musst, ist in schneller Abfolge die Richtung zu ändern. Fange zuerst mit einigen kreisförmigen Showerwürfen aus Deiner rechten Hand an. Kehre dieses Muster nach einer Weile um. Wiederhole dieses Umkehren mehrmals und lasse die Abstände beim Richtungswechsel kürzer werden. Du jonglierst bald ein Muster, das wie folgt aussieht: Zwischen Deiner linken und Deiner rechten Hand wandert ein Ball hin und her, während beide Hände jeweils einen anderen Ball gerade nach oben in die Luft befördern und ihn auch wieder in derselben Hand auffangen. Die "Wippe"sieht toll aus und macht auf einer Bühne viel Eindruck. Wenn Du Lust hast, kannst Du mit den visuellen Möglichkeiten experimentieren, die sich aus der Kombination verschiedener Richtungsänderungen ergeben.

So jonglierst Du ein Säulenmuster mit drei Bällen!
Säulenwürfe sind unter Jongleuren äußerst beliebt, da sie Dir viele Möglichkeiten an die Hand geben, Deine Jongliervorführung mit Variationen zu bereichern. Vom Prinzip her kommt bei dieser Jongliertechnik ein weiteres Wurfprinzip zur Geltung. Dieses besteht darin, dass Bälle immer wieder gerade nach oben geworfen werden, wobei sich beim Fangen nicht zwangsläufig die Position der Hände ändert. Am leichtesten wird Dir die neue Wurftechnik fallen, wenn Du zunächst ein paar Vorübungen machst. Beginne mit zwei Bällen in je einer Hand. Wirf diese parallel und gleichzeitig nach oben, und fange sie wieder auf – wiederhole dies einige Male. Mache Dir nun klar: Wenn sich beide geworfenen Bälle in der Luft befinden, sind Deine Hände für einen Augenblick leer. Diesen Freiraum nutzt Du, um einen weiteren Ball in Deinem Jongliermuster unterzubringen, der im versetzten Rhythmus neben den anderen beiden Bällen auf und nieder wandert – in Form einer "Säule". Führe diesen Wurf aus, indem Du anfangs immer dieselbe Hand nutzt – vermutlich wird dies zunächst Deine stärkere Rechte sein. Von vorne sieht das Muster so aus: Zwei Bälle bewegen sich vertikal auf und ab, während sich daneben ein einzelner Ball ebenfalls auf und ab bewegt, allerdings versetzt.

So jonglierst Du ein 3-Ball-Säulenmuster in Variationen!
Sobald Du das grundlegende Prinzip des Jonglierens in Säulen beherrschst, bieten sich Dir zahlreiche Möglichkeiten, dieses zu variieren. Versuche zum Beispiel, den einzelnen Ball über den beiden anderen Bällen hin- und her zu werfen, ohne dabei die Bahn der beiden anderen Bälle zu verändern – das Muster, das dabei herauskommt, wird auch als "Tennis" bezeichnet. Sobald dies gut funktioniert, variiere Dein Jongliermuster wie folgt: Versuche mit dem einzelnen Ball um die beiden anderen Bälle herum eine liegende Acht zu werfen. Auch diese Variation kannst Du ausführen, ohne die Flugbahn der beiden Bälle zu verändern, da das Muster dem anderen vom Rhythmus her völlig entspricht. Als weitere Variationsmöglichkeit kannst Du auch den einzeln Ball in der Mitte positionieren, so dass die Flugbahnen der beiden anderen Bälle links und rechts außen sind.

So verwendest Du einen Ball als "Magneten"!
Grundlage dieses sehr schönen und auch etwas lustigen Jongliertricks ist das eben beschriebene Säulenmuster. Das Jonglieren von zwei Bällen in ein und derselben Hand ist eine absolute Basistechnik für alles, was später mit 4 und 5 Bällen zu tun hat! Beginne zunächst das Fangen und Werfen von zwei Bällen in einer Hand, wobei die einzelnen Bälle in geraden Säulen geworfen werden. (Tatsächlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, Würfe mit zwei Bällen in einer Hand zu kombinieren: In Form von Außenkreisen, in Form von Innenkreisen und als parallele Säulen. Alle Varianten sehen unterschiedlich aus und haben ihre besonderen visuellen Vorzüge.) Sobald Dir dies mühelos gelingt, nimm einen einzelnen Ball in die andere Hand, halte diesen etwa 15 Zentimeter über einen der beiden anderen Bälle und bewege ihn hier wie einen "Magneten"auf und ab. Dieses Jonglagemuster kann entgegen dem ersten Anschein sehr virtuos aussehen. Viele Zuschauer merken erst nach ein paar Augenblicken, dass das Prinzip eigentlich ganz einfach ist. Trotzdem habe ich bisher noch keinen getroffen, der es nachmachen wollte.


So jonglierst Du drei Bälle unter Deinen Achseln!!
Ein weiterer lustiger Effekt, den Du mit drei Jonglierbällen bewerkstelligen kannst und der die bekannte Form der Dreiballkaskade unterläuft. Du beginnst mit zwei Bällen in Deiner rechten Hand und einem Ball in Deiner linken. Dann steckst Du dir einen der Bälle aus der rechten Hand unter die linke Achselhöhle und anschließend den Ball aus der linken Hand unter die rechte Achselhöhle. Du hast nun unter beiden Achseln einen Ball eingeklemmt. Nun nimmst Du die erste Hand wieder nach unten und lässt dabei den einzelnen Ball in die Hand auf derselben Seite fallen. Stecke in die frei werdende Achselhöhle den Ball aus der anderen Hand. Wiederhole diese Abfolge immer wieder. Auch dieser Jongliertrick, so einfach er anfangs wirkt, kann absolut virtuos aussehen, wenn Du ihn mit der richtigen Präzision und im richtigen Tempo ausführst.

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Wenn Du allen Trickbeschreibungen bis zu diesem Punkt gefolgt bist, hast Du Dir einen außerordentlichen Fundus an Ausgangsmaterial erarbeitet. Du kannst Dir nun Deine eigene Jonglierdarbietung zusammenstellen. Aber vielleicht hast Du auch ein paar Fragen...

Es dauert bei mir viel zu lange – bin ich nicht talentiert genug?!
Wenn Du dabei bleibst und wirklich motiviert bist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Deine Jongliertechnik so ausgereift ist, dass Du Dich auch auf einer großen Bühne bewähren kannst und von Deinen Zuschauern bewundernde Blicke erntest. Aber wie motivierst Du Dich am besten? Wenn Du ein paar einfache Punkte beachtest, wird es Dir wie von selbst gelingen. Schaffe Dir zum einen ein regelmäßiges Zeitfenster, um Deine Jongliertricks zu verfeinern, zum Beispiel jeden Tag nach dem Aufstehen oder bevor Du zur Schule oder zur Arbeit gehst – so wird das Jonglieren schnell fester Bestandteil Deines täglichen Lebens werden. Führe zum anderen Buch über Deine Fortschritte, die Du beim Erlernen des Jonglierens machst. Schreibe Dir zum Beispiel auf, wie oft Du einen bestimmten Trick oder ein bestimmtes Kunststück wiederholen kannst. Versuche nun Tag für Tag, Dich zu überbieten und noch ein paar Würfe mehr auszuführen. Triff Dich regelmäßig mit andren Jonglierprofis und tausche Dich aus.

Wie kann ich aus meinen einzelnen Tricks eine Darbietung mit Musik entwickeln?
Suche Dir zunächst ein Lied oder ein Musikstück aus, das Dir gut gefällt. Prinzipiell geht alles, was Dir persönlich zusagt. Am besten ist es, wenn der Song über einen ausgeprägten Rhythmus verfügt. Höre das Musikstück mehrmals an und versuche, Dir seine Struktur einzuprägen. Wo finden zum Beispiel markante Wechsel in Dynamik und Lautstärke statt? Inwiefern entsprechen diese Deinen gelernten Kunststücken? Wo kannst Du wirkungsvolle Pausen mit einem Ballstop auf dem Arm oder im Nacken unterbringen? Versuche, Deine Jongliertricks in einer sinnvollen Art miteinander zu kombinieren, so dass eine optisch ansprechende Reihe entsteht. Je mehr übung Du hast, umso harmonischer werden die einzelnen Muster ineinander verschmelzen. Versuche, den Gesamtablauf der Darbietung als Steigerung zu gestalten. Fange mit den einfachen Kunststücken an und lasse sie allmählich schwieriger werden.